Rom im Hochsommer

Alle Wege führen nach Rom – und so führte mich auch mein Weg im September dorthin.

A. Schaffart
Kolosseum

Wetter und beste Reisezeit

Rom und der Vatikan sind vor allem zu den Feiertagen wie Ostern und Pfingsten ein sehr beliebtes Reiseziel. Wer keine Lust auf Menschenmassen und Warteschlangen hat, sollte deshalb lieber zu einer anderen Zeit nach Rom fahren. Im August ist die Stadt hingegen fast wie ausgestorben und viele Läden und Restaurants haben geschlossen. Das liegt daran, dass die Römer selbst im August im Urlaub sind und es in Rom sehr heiß ist. Mitte September war es mit 30°C immer noch sehr warm aber im Vergleich zum verregneten Deutschland waren wir froh über ein paar letzte Tage Sommer.


 

Ganztägige Stadtführung

Am nächsten Tag hatten wir eine ganztägige Stadtführung mit Irmgard, einer lokalen Reiseleiterin. Sie lotste den Bus durch die Stadt und erklärte dabei interessante Dinge zu den wichtigen Gebäuden und Orten, an denen wir vorbeikamen. Der erste Halt war am Kolosseum. Dort sind wir ausgestiegen und hatten Zeit, um uns das Kolosseum anzuschauen und einen Blick in das Forum Romanum zu werfen. Beide Sehenswürdigkeiten kosten Eintritt und können individuell oder mit einer Führung besichtigt werden. Es wird ein Kombiticket angeboten, das 24,00 € bzw. 62,00 € (mit Führung) kostet. An der Villa Borghese ging die Stadtführung zu Fuß weiter. Wir kamen am Piazza del Popolo und der Spanischen Treppe vorbei und landeten schließlich am bekannten Trevi-Brunnen. Weiter ging es zum Pantheon, einem eher unscheinbaren Gebäude. In Wirklichkeit verfügt das Gebäude über eine enorme Kuppel mit einer acht Meter langen Öffnung und einem imposanten Innenraum. Unsere Stadtführung endete am Piazza Navona, wo uns die Reiseleiterin die beste Eisdiele von Rom zeigte.


 

Vatikan

Den dritten Tag verbrachten wir komplett im Vatikanstaat. Vormittags hatten wir eine Führung in den vatikanischen Gärten und Museen. Vor dem Eingang erwartete uns bereits eine Menschenschlange. Wir hatten unsere Tickets aber im Voraus gebucht und konnten somit direkt zum Eingang vor. Nach einer kurzen Sicherheitskontrolle ähnlich der am Flughafen, wurden wir von unserer Reiseleiterin begrüßt. In den Vatikanischen Gärten war es im Vergleich zu den Hotspots von Rom überraschend leer und ruhig. Nach dem ca. zweistündigen Spaziergang durch das große Areal der Vatikanischen Gärten ging es direkt in die Museen. Dort war umso mehr los und man musste aufpassen, dass man nicht plötzlich in einer fremden Reisegruppe landet. Die Vatikanischen Museen sind riesig. Von Wandteppichen über orientalische Altertümer aus dem Alten Ägypten bis hin zu den Stanzen von Raffael ist dort alles dabei. Durch die vielen Menschen und die kurze Zeit konnten wir leider nicht viel davon sehen. Der Höhepunkt ist die Sixtinische Kapelle mit dem berühmten Deckengemälde von Michelangelo. Dementsprechend groß war auch der Ansturm auf die Kapelle. Mittags erwartete uns erneut die Reiseleiterin Irmgard, die uns durch den Petersdom führen sollte. Obwohl die Schlange vor dem Petersdom recht lang war, dauerte es gerade mal eine halbe Stunde, bis im Inneren des Doms standen.


 

Petersdom
Petersdom

Tag zur freien Verfügung

Für den letzten Tag in Rom war eine Papstaudienz geplant Leider war der Papst gerade zu dieser Zeit selbst auf Reisen, weshalb wir den Tag zur freien Verfügung hatten. Die Gruppe nutzte den Tag, um die Engelsburg, das Forum Romanum oder das Kolosseum von innen zu besichtigen oder um einfach ein bisschen durch die Stadt zu schlendern und ein paar letzte Souvenirs zu kaufen.


 

Empfehlungen:

Wer nach Rom reist, sollte auf jeden Fall die Kleiderordnung beachten. In den Kirchen und Museen müssen sowohl die Schultern als auch die Knie bedeckt sein. Ein Schal über den Schultern wird aber auch akzeptiert. Wer unterwegs etwas trinken oder essen möchte, sollte vorher nach dem Preis fragen. Vor allem am Trevi Brunnen kann man schon einmal eine böse Überraschung erleben, wenn eine Kugel Eis 7 € kostet. In Rom gibt es überall verteilt kleine Brunnen, an denen man seine Trinkflaschen auffüllen kann. Vor allem im Sommer ist es wichtig, viel zu trinken. Das Wasser ist sauber und kann ohne Bedenken getrunken werden. Einen Ausflug in das Viertel Trastevere kann ich auf jeden Fall empfehlen. Neben den schönen Gassen und alten Kirchen findet man dort auch nette kleine Läden und viele Restaurants und Straßencafés zu einem erschwinglichen Preis. Der Aufstieg zur Kuppel des Petersdoms ist jeden Tag außer mittwochs möglich, da an diesem Tag (normalerweise) die Papstaudienz stattfindet. Für Personen mit Gehproblemen, Schwindel oder Platz- und Höhenangst ist der Aufstieg zur Kuppel nicht zu empfehlen. Wer eine Führung oder eine Besichtigung plant, sollte die Tickets am besten im Voraus buchen. Gerade in der Hauptsaison kann es sein, dass bestimmte Termine und Uhrzeiten ausgebucht sind.


Fazit:

Rom ist eine ganz besondere Stadt, die auch sehr vom Vatikan geprägt ist. Die Stadt bietet unheimlich viele alte Schätze und imposante Gebäude. An jeder Ecke findet man Sehenswürdigkeiten – aber auch viele Menschen. Die paar Tage in Rom waren anstrengend, da wir jeden Tag zwischen zehn und fünfzehn Kilometern gelaufen sind aber auch unglaublich schön und beeindruckend. 


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Vatikanische Gärten
Vatikanische Gärten