Reiseblog Griechenland

Inselhüpfen Ägäis – Paros, Naxos & Santorini


Weiße Dörfer mit blauen Kuppeln, kristallklares Meer, charmante und ausgelassene Atmosphäre – das sind die Kykladen.

Zwischen Athen und dem Ägäischen Meer befinden sich die Kykladen, eine Inselgruppe. Für die meisten sind genau diese Inseln das Sinnbild für Griechenland und daher auch ein großer Touristenmagnet. Das Meer ist wirklich so türkiesblau und glasklar wie man es von Bildern kennt und auch die weiß-blauen Dörfer, mit ihren engen Gassen und den vielen Bougainvilleas sind real und versprühen genau den Charme wie man ihn von Postkarten kennt.

Gemeinsam mit einer Busgruppe habe ich drei der 24 bewohnten Kykladen besuchen dürfen und kann euch sagen – ich war sofort hin und weg, und das sage ich nicht nur weil ich Griechin bin. Wenn ihr auch ein Inselhüpfen plant dann seid ihr hier genau richtig, denn von mir bekommt ihr Tipps aus erster Hand.


 

Beste Reisezeit und Wetter:

Das beste Wetter hat man auf den Kykladen von April bis November, wobei es im Juni bis September am wärmsten ist.

Da die Kykladen und insbesondere Santorini ein großer Touristenmagnet sind tummeln sich von Juni bis September die meisten Touristen auf den Inseln. Viele kommen mit dem Kreuzfahrtschiff für einen Tagesausflug auf die Inseln und verschwinden dann auch wieder.


Ausflugstipps:

Bei Damalas könnt ihr eine 300-jahre alte Olivenpresse bewundern und euch bei Manoli zeigen lassen wie Keramikvasen entstehen.

Chalki ist bekannt für seinen Insellikör – Kitro. Hier erfahrt ihr wie dieser gebrannt wird und dürft ihn auch selbstverständlich probieren. Aber auch Apollon – ein herrlich schönes Dorf mit Tavernen am Strand ist definitiv einen Besuch wert.

Hoteltipp: Naxos Resort Beach Hotel in Saint George


 

Routenverlauf

1.Stopp Athen:

Als wir mit unserem Reisebus in Ancona (Italien) angekommen waren haben wir uns mit der Fähre auf den Weg nach Patras gemacht. Dort angekommen haben wir die Nacht in Athen verbracht. Früh am nächsten Morgen sind wir dann mit unserer Fähre in Richtung Kykladen gestartet zu unserer ersten Insel – Paros.

2. Stopp Paros:

Paros ist eine kleine Insel, gehört aber zu den bekannteren der Kykladen und ist touristisch gut erschlossen. Die Hafenstadt Naoussa ist definitiv einen Besuch wert – der venezianische Hafen sieht malerisch aus und ist ein traumhaftes Fotomotiv.

Die Insel hat traumhafte Strände, bietet gute Möglichkeiten um Wassersport zu betreiben, hat aber auch eine wundervolle Natur zum Erkunden und Entdecken.


Ausflugstipp:

Mit einer kleinen Fähre (es dürfen sogar Autos und Busse mit) gelangt man in ca. 15 Minuten auf die direkte Nachbarinsel Antiparos. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie glasklar das Meer dort ist – einfach atemberaubend! Antiparos ist kleiner als Paros und bietet euch zusätzliche Möglichkeiten die Natur zu erkunden und lecker zu Essen.

Psst… man munkelt, dass Tom Hanks und seine Frau Rita Wilson ein Haus auf der Insel haben.

Auf Antiparos selbst kann man eine Tropfsteinhöhle besichtigen, an der Küste entlangfahren oder diese mit einem kleinen Boot vom Meer aus begutachten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit auf die Nachbarinsel Despositos zu fahren – hier entsteht eine neue Ausgrabungsstätte aus der Antike.

Hoteltipp: Zefi Hotel & Suites in Naoussa


 

 

3. Stopp Naxos:   

Nach ca. 40 Minuten Fährüberfahrt erreicht man die Nachbarinsel Naxos. Direkt wird man von dem Wahrzeichen der Insel – Portara – empfangen. Die Uferpromenade am Hafen lädt mit zahlreichen Cafés und Tavernen zum Flanieren und Entspannen ein.

Wer es also eher etwas ruhiger haben möchte sollte in der Vor- oder Nachsaison auf die Inseln, also Mai oder Oktober.

Ich war mit unserer Busgruppe im März auf den Inseln und wir hatten super Wetter. Zum Baden war es durch den starken Wind zu frisch aber die Sonne hat uns die gesamte Reise über begleitet.

4. Stopp Santorini:

Santorini, die wohl bekannteste griechische Insel. DAS Sinnbild für Griechenland mit den vielen weißen Häusern und blauen Dächern.

Einst hieß die Insel Thira (unter den Griechen auch heute noch) – im 16. Jahrhundert v. Chr. brach der Vulkan der Insel aus und führte zur wohl größten Naturkatastrophe der europäischen Bronzezeit. Die brutale Eruption zerriss die Insel und hüllte weite Teile des östlichen Mittelmeers in Asche und Rauch. Die 5 Inseln von Santorini bilden den Rand eines riesigen eingestürzten Kraters – der sogenannten Caldera. Heute ist der Vulkan wieder aktiv und führt seit 2011 immer wieder zu kleineren Erdbeben.


 

 Ausflugstipps:

Oia – die am Kraterrand klebende Siedlung und der wohl berühmteste Ort der Insel.  Von hier aus genießt man den wohl schönsten und romantischsten Sonnenuntergang. Aber Achtung – genau deswegen ist dieser Ort in der Hauptsaison sehr überlaufen.

Fira – die Hauptstadt der Insel. Schlendert durch die malerischen Gässchen, genießt die Aussicht oder besucht das Museum. Mit einer Weinprobe in einer der vielen Weinkellereien könnt ihr den Tag ausklingen lassen.

Akrotiri – das Pompeij Griechenlands – ist aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. und damit die älteste Stadt des Landes. Lasst euch in die minoische Zeit zurückversetzen und erlebt hautnah etwas Geschichte.

Von Faros aus – einem Ort an der Südspitze der Insel – habt ihr einen traumhaften Blick auf die Caldera von Santorini.

Hoteltipp: Santorini Kastelli Resort in Kamari


 

5. Stopp Athen

Zurück in Piräus, dem Hafen von Athen sollte man sich auch unbedingt Zeit für die Hauptstadt Griechenlands nehmen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die Akropolis mit Akropolis-Museum, das Olympiastadion, die Agora, das Parlament am Syntagma-Platz. Die sehenswerte Altstadt (Plaka) Athens lädt zum bummeln für einen gemütlichen Nachmittag ein.

In den Sommermonaten wird es in Athen drückend warm, wenn ihr also viel besichtigen wollt dann solltet ihr eher in der Vor- oder Nachsaison nach Athen.

Ein absolut schöner Ausflug von Athen aus ist eine Fahrt entlang der Küste bis an die Südspitze der Halbinsel Attika – Kap Sounion. An diesem malerischen Kap befindet sich der Marmortempel von Poseidon, welcher seit Jahrtausenden die in den Hafen von Athen eifahrenden Schiffe begrüßt.

Wer den Kanal von Korinth noch nicht gesehen hat, sollte diesen auf jeden Fall auch besuchen.


Insidertipp:

Habt ihr schon mal einen griechischen Frapé getrunken? Wenn nicht, dann bitte unbedingt probieren! Es ist DAS Getränk der Griechen, ohne einen Frapé geht hier gar nix. Ich trinke ihn am liebsten „metrio me gala“ (ein wenig Zucker und Milch).

 

Auch ein MUSS ist es einen Gyros Pita zu bestellen – z.B. am Hafen von Naoussa auf Paros oder am Hafen von Santorini. Gyros Pita gibt es an jeder Ecke und es schmeckt einfach himmlisch.

Hoteltipp: Novotel Athens


 

Dieses Jahr geht’s mit dem Inselhüpfen in die zweite Runde und zwar nach Kreta.

Neugierig hier buchen: