6-tägige Busreise vom
– 08.06. – 13.06.2026 –
nach Verdun in Frankreich
Doch nun zum Inhalt der eigentlichen Reise:
„Mittwoch, 21. Februar 1916, 7 Uhr 12: Der Kronprinz Friedrich Wilhelm Ernst von Preußen
erteilt den Angriffsbefehl. Im Wald von Warphémont erzittert der Boden. Ein 38-Zentimeter-
Fernkampfgeschütz, der «Lange Max», verfeuert die erste Granate. 1220 Geschütze folgen.
Sogar in Montmédy zittern die Fensterscheiben. 150 Kilometer entfernt, an der Vogesenfront,
ist plötzlich andauerndes Grollen zu hören. Auch dort zittert der Boden, ähnlich einem
ständigen Trommelwirbel, den Paukenschläge übertönen. Noch 60 Kilometer jenseits des
Schlachtfelds sind Bilder an Wohnzimmerwänden in zitternder Bewegung – neun Stunden
ohne Pause“ (Neue Züricher Zeitung).
In den Wald von Warphémont bei Duzey möchten wir Sie mitnehmen.2
Wir besuchen während unserer gemeinsamen Reise Orte wie diesen des Krieges 1914 – 1918,
die sonst nur durch Individualreisende angefahren werden. Natürlich sind auch die
wichtigsten Stätten der Erinnerung an den deutschen Angriff auf Verdun, der vor 110 Jahren
während des 1. Weltkrieges stattgefunden hat und von 21. Februar bis zum Dezember 1916
dauerte, in unserem Reiseprogramm enthalten.
Die Schlacht von / um Verdun wurde schnell zu einer der brutalsten und langwierigen des
gesamten Krieges; die Verluste auf beiden Seiten betrugen geschätzt 700.000 Opfer. Letztlich
hatte die Schlacht für die deutsche Seite keinen Erfolg gebracht, sie endete nahezu an der
gleichen Stelle des Frontverlaufs, wo sie begonnen hatte. Dennoch war ihr Einfluss auf den
gesamten Kriegsverlauf an der Westfront entscheidend, da sie viele deutsche Truppen an
dieser Front konzentrierte, die an anderer Stelle der Westfront hätten eingesetzt werden
können. Die Schlacht um Verdun ist damit zu einem Symbol für die Sinnlosigkeit des Krieges
und das massenhafte Sterben geworden.
Reiseablauf:
Die Reise führt am 1. Tag (Anreisetag, Montag, 08.06.) von München (Abfahrt 07:00 ZOB) über Stuttgart, Iffezheim, St. Avold nach Metz. Unterwegs besuchen wir nach Möglichkeit die US-Kriegsgräberstätte „Lorraine“ bei St. Avold, auf der alle in Süddeutschland gefallenen US-Soldaten des 2. Weltkrieges ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Diese Kriegsgräberstätte liegt nahe der Autobahn und ist
eigentlich ein Muss für jeden Autotouristen auf dem Weg ins Landesinnere von Frankreich. Die Verpflegung unterwegs erfolgt
busgestützt und trägt zur Entlastung der Reisekasse bei jedem Mitreisenden bei.
Ziel und Unterkunft für die folgenden 5 Nächte ist das Hotel Best Western Plus Metz Technopole. Es liegt nicht direkt im Stadtzentrum, sondern am Stadtrand, umgeben von viel Grün.
Am 2. Tag (Dienstag, 09.06.) widmen wir uns der Stadt Metz und Umgebung. Auf dem Programm steht die Stadtbesichtigung dieser
ehemals größten deutschen Garnisonsstadt in Frankreich unter fachkundiger Führung durch Mme Marie Schuck. Die gothische
Kathedrale von Metz mit ihren weltberühmten Glasfenstern von Marc Chagall ist Teil der Führung.Beim Stadtrundgang erfahren wir die Geschichte der ursprünglich keltischen Siedlung, der römischen Spuren und des Mittelalters bis über die deutsche Vergangenheit hin zu der
lebendigen französischen Studentenstadt der heutigen Tage. Nach dem Mittagessen fahren wir nach Scy-Chazelles, einem Vorort von Metz und
besichtigen das Wohnhaus und die Kirche mit dem Grab von Robert Schumann, einem der Gründungsväter der Europäischen Union. Ohne
ihn würden wir vermutlich heute in Europa nicht so gut dastehen. Er hatte Visionen und hat tatkräftig an deren Umsetzung gearbeitet. Dabei ist er sein Leben lang ein bescheidener Mensch geblieben. Auf unserem Weg nach Metz zurück besuchen wir Gravelotte, ein Schlachtfeld des Krieges
1870/71. Im dort neu erbauten „Musée de la Guerre de 1870 et de l’Annexion“ lernen wir vor dem Hintergrund der „Erbfeindschaft“ zwischen
Deutschland und Frankreich ein weiteres Kapitel der gemeinsamen Geschichte kennen, welches untrennbar mit dem 1. Weltkrieg verbunden ist.
Ein Besuch im gegenüberliegenden Friedhof für die vor Ort kämpfenden Truppen und ihrer Gefallenen zeigt uns das Entstehen des
Gedankengutes in der deutschen Bevölkerung, welches nach dem 1. Weltkrieg zur Gründung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
erheblich beigetragen hat.
Früh beginnt der 3. Tag (Mittwoch, 10.06.), denn die bevorstehende Tagesetappe geht nach Verdun und Champ de Bataille 1. Dort werden wir von
einem französischen Guide empfangen, der uns tagsüber begleitet. Wir beginnen den Tag vor Ort mit einem Spaziergang bis zum „Monument de la Victoire“, - von wo aus wir dann mit dem Bus auf das Champ de Bataille zum „Memorial et Musée de Verdun“ fahren, um im Anschluss während des 2-stündigen Besuchs einen Überblick über den Verlauf der Schlacht von Verdun zu erhalten. Geplant ist anschließend das Catering zu Mittag am Bus mit/ durch Fa. Berchtold.
Am frühen Nachmittag treffen wir mit Jean-Pierre Lappara, den Bürgermeister von Fleury-devant-Douaumont zusammen, der uns zum
Ossuaire (Beinhaus) von Douaumont begleitet und auch an dem Totengedenken mit Kranzniederlegung teilnimmt. Ein Besuch des Denkmals „Löwe von Souville“ beendet den 1. Tag im Gelände und wir kehren mit dem Bus zur Stadt Verdun zurück, wo wir anschließend das neue Museum der „Citadelle Souterraine de Verdun“ besuchen und audiovisuell in die Etappe hinter der Front eintauchen. Die beeindruckende Show im
Untergrund (es ist kalt und warme Kleidung ist dringend empfohlen) zeigt uns das entbehrungsreiche Leben der französischen Soldaten, welche sich hier
von den Strapazen der Kämpfe in den
Forts erholen sollten oder sich auf ihren
Einsatz in der vordersten Linie
vorbereiten.
Geplant ist im Anschluss daran ein
Empfang beim Bürgermeister der Stadt
Verdun im Rathaus, bevor wir am Abend
nach Metz ins Hotel zum Abendessen (HP) zurückkehren.
Bei der Tagesetappe am 4. Tag (Donnerstag, 10.06.) Verdun und Champ de Bataille 2 befahren
wir mit dem Bus und unserem Führer Pierre Lenhard das weitläufige Schlachtfeld rund um
Verdun in allgemein ostwärtiger und nördlicher Richtung. Der Richtung, aus der die deutschen
Truppen ihren Angriff auf Verdun vortrugen. Wir passieren und besuchen einige Orte im
Gelände. Dabei erfolgen die Erklärungen vom Bus aus oder nach Aussteigen vor Ort. Es wird
recht kurzweilig werden. Festes Schuhwerk ist empfohlen. Auch der Besuch der DEU
Kriegsgräberstätte Romagne-sous-les Côtes mit Totenehrung ist vorgesehen. Zur Mittagszeit
kehren wir gemeinsam in ein Restaurant ein.
Am Abend geht es dann wieder per Bus zurück nach Metz für das Abendessen (HP) ins Hotel.
Am 5. Tag, (Freitag, 11.06.) steht die weitere Tagestour Verdun und Champ de Bataille 3 auf
dem Programm. Sie beschließt mit der Rundfahrt von Norden nach Süden durch das Gelände
im Westen der Stadt Verdun den Kreis um die Stadt. Einer der Höhepunkte dieser Fahrt ist der
Besuch der US-Kriegsgräberstätte „Meuse-Argonne“ in Romagne-sous-Montfaucon mit über
5
14.000 Gräbern. Hier offenbart sich, mit welchen Verlusten die Amerikaner zum Sieg der
Franzosen gegen das deutsche Kaiserreich beigetragen haben.
Im Laufe der Fahrt an diesem Tage erreichen wir das Ouvrage de la Falouse, welches die
Kämpfe um Verdun vor 110 Jahren relativ
unbeschädigt überstanden hat, aber seitdem mit einer
kurzen Ausnahme im 2. Weltkrieg keinerlei militärische
Nutzung mehr erfahren hat. Dank einer privaten
Initiative ist
dieses
Sperrwerk
wieder zur
Besichtigung freigegeben. Es vermittelt durch die
Ausgestaltung mit mannsgroßen Puppenfiguren in
Uniform einen realitätsnahen Eindruck vom Leben in
einem Bunker zu der damaligen Zeit. Die Mittagspause erfolgt wieder im Bus-Catering.
In der Nähe finden sich noch die Höhlen von Falouse, welche wir uns mit einer kurzen
Wanderung erschließen, um uns von den Schlachtfeldern um Verdun zu trennen.
Auch müssen wir uns dann von Pierre Lenhard verabschieden und die Rückfahrt nach Metz
antreten.
Unterwegs jedoch werden wir noch die Destillerie de Mélanie in Marieulles ansteuern. Dort
erfahren wir alles rund um die Herstellung des für die Region so typischen Mirabellenbrandes.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, das l’eau de vie (wörtlich: Wasser des Lebens) zu
verkosten bzw. sich mit einem typischen Mitbringsel zu versorgen.
An Abend erreichen wir dann zum Abendessen (HP) wieder das Hotel in Metz, das wir
hoffentlich zu einem gemeinsamen Ausklang unserer gemeinsamen Reise nutzen wollen.
Am letzten (6.) Tag treten wir die Rückreise nach München an. Es ist beabsichtigt, unterwegs
– je nach Verkehrssituation – die Mittagsause im Bus durchführen und einen Bunker der
Maginot-Linie bei Schoenenbourg zu besichtigen. Dieses Fort ist dank des Engagements eines
privaten Vereins zum Besuch geöffnet und vermittelt einen überzeugenden Eindruck von den
französischen Anstrengungen zur Verteidigung ihres Vaterlandes gegenüber Deutschland. Die
Planungen zum Bau einer Verteidigungslinie gab es schon nach dem Krieg 1870/71, jedoch
erst André Maginot entwickelte ein konzeptionelles Programm und brachte es 1930 zur
Abstimmung im französischen Parlament ein, wo es mit 90% aller Stimmen genehmigt wurde.
Hintergrund bei der positiven Abstimmung war die erfolgreiche Verteidigung des
Festungsringes um Verdun im 1. Weltkrieg 1916 gewesen.
Nach Fortsetzung der Rückreise erreichen wir geplant um ca. 21:00 Uhr den ZOB in München.













