Wien meine Erlebnisse


Wien

“In Wien hat sich seit hundert Jahren nichts verändert, nur der Kaiser kommt nicht mehr.”

Wer nach Wien fährt, fühlt sich wirklich wie in eine andere Zeit zurückversetzt. Prunkvolle Gebäude, die Kaiserin Sissi, Kutschen und Kaffeehäuser – eine Reise nach Wien ist eine Zeitreise in das 18. oder 19. Jahrhundert. Die Hauptstadt Österreichs hat mich ab der ersten Sekunde begeistert und verzaubert.

Beste Reisezeit und Wetter:

Die beste Reisezeit ist von Mai bis September, denn zu dieser Zeit ist es am wärmsten. Aber auch im Dezember lohnt sich eine Reise nach Wien. In der Vorweihnachtszeit herrscht eine besonders magische Atmosphäre und in der Stadt verteilt findet man viele schöne Weihnachtsmärkte.

Anreise und erste Erkundungstour

Nach etwas mehr als 7,5h Busfahrt inklusive kleineren Pausen sind wir am Hotel Rainers in Wien angekommen. Das 4-Sterne-Hotel ist ein großer Gebäudekomplex und liegt nur ein paar Gehminuten vom Matzleinsdorfer Platz entfernt, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt des ÖPNV. Da wir um die Mittagszeit ankamen, waren noch nicht alle Zimmer bezugsfertig. Wir konnten aber die Koffer im Gepäckraum einschließen und die Zeit nutzen, um in die Stadt zu fahren oder die Umgebung zu erkunden. Wir entschieden uns dazu, das Schloss Schönbrunn, eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Wien, zu besichtigen. Wir kauften uns ein 3 Tages-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Ticket ist entweder online oder an den Automaten an den Haltestellen erhältlich. Mit der „Bim“, der Wiener Straßenbahn, fuhren wir bis zur Haltestelle Schloss Schönbrunn und kamen direkt vor dem Eingang raus. Es gibt verschiedene Tickets für das Schloss, je nachdem welche Bereiche man sehen möchte. Da wir traumhaftes Wetter erwischt haben, entschieden wir uns dazu, das Schloss von außen zu bestaunen und etwas in dem Schlossgarten zu flanieren. Auch ohne Ticket, kann man sehr viel sehen. Die Schlossanlage ist riesig und sehr vielseitig. Während sich um das Schloss herum die Menschen tummeln, ist es in dem angrenzenden Park und Wald herrlich ruhig. Ein Spaziergang hoch auf die Gloriette ist auf jeden Fall ein Muss – von dort aus hat man einem tollen Ausblick auf die Stadt und den Stephansdom.


 

Stadtbesichtigung

Am nächsten Tag sind wir nach einem leckeren und ausgiebigen Frühstück ins Zentrum von Wien gefahren. Wir wollten die Stadt von oben sehen und sind auf den Stephansdom hoch. Während es im Nordturm der Domkirche einen Aufzug gibt, haben wir uns für die sportliche Variante im Südturm, das Treppensteigen, entschieden. Aufgrund der engen Wendeltreppen empfiehlt es sich bereits am frühen Vormittag zu gehen, wenn noch nicht so viel los ist. Oben angekommen weiß man gar nicht, wo man hinschauen soll. Auf allen Seiten befinden sich tolle Bauwerke und prunkvolle Häuser. Am Nachmittag hatten wir eine Stadtführung mit der gesamten Gruppe. Ich muss zugeben, ich bin kein großer Fan von Stadtführungen und erkunde die Stadt lieber auf eigene Faust - aber ich war wirklich begeistert. Unser Stadtführer, ein junger und netter Mann, hat uns zwei Stunden lang vom Albertinaplatz über die Hofburg zum Stephansdom geführt. Die Geschichten und Fakten wurden so unterhaltsam erzählt, dass die Zeit wie im Flug verging. Wir lernten, was es mit den verschiedenen Bezirken auf sich hat, warum Napoleon bei seiner eigenen Hochzeit in der Augustinerkirche nicht dabei war und warum die Wiener Würstchen in Wien Frankfurter heißen. Am Abend besuchten wir den Wiener Prater, einen ganzjährigen Vergnügungspark im Freien. Vor allem abends wird es durch die vielen bunten Lichter der verschiedenen Fahrgeschäfte und Essensbuden erst richtig schön. Auch wenn mir das Zuschauen der Fahrgeschäfte gereicht hat, drehten wir zum Abschluss noch eine Runde auf dem Riesenrad – denn das ist ein absolutes Muss.


Noch mehr Sehenswertes

Am dritten Tag konnten wir uns gar nicht entscheiden, wohin wir gehen sollen. Es gab noch so viel, was wir uns anschauen wollten. Wir fuhren erst mal in die Stadt und planten einen Spaziergang an allen Orten und Sehenswürdigkeiten vorbei, die noch auf unserem Plan standen. Aber auch abseits des Zentrums und der bekannten Touristenziele gibt es in den unscheinbaren Seitenstraßen schöne und prachtvolle Gebäude, die sich wirklich sehen lassen können. Unsere Tour begann am Rathaus und führte uns vorbei am Parlament, dem Kunst- und Naturhistorischen Museum, der Karlskirche und schließlich nach einer Runde über den Naschmarkt hin zu unserem Endziel, dem Schloss Belvedere. Auch hier gibt es die Möglichkeit, Tickets für das Schloss zu kaufen. Das Obere Belvedere beherbergt viele Kunstwerke, unter anderem von Klimt, van Gogh und Monet. Im Unteren Belvedere finden Sonderausstellungen der Österreichischen Galerie statt. Zwischen den beiden Gebäuden befindet sich eine schöne Gartenanlage, die frei zugänglich ist.


 

Fazit:

Wien übertrifft wirklich alle Erwartungen. Ich schwärme heute noch von der Stadt und den tollen Gebäuden. Da wir in den vier Tagen durchgehend gutes Wetter hatten, haben wir uns die meiste Zeit im Freien aufgehalten. Für die nächste Reise habe ich mir deshalb einiges vorgenommen: Die Museen, die beiden Schlösser, den Zentralfriedhof mit den Grabstätten wichtiger Persönlichkeiten und das Hundertwasserhaus möchte ich mir noch anschauen. Wer in Wien ist, sollte sich die leckeren, typischen Schmankerl auf keinen Fall entgehen lassen. Ein Besuch in einem echten Wiener Kaffeehaus darf auch nicht fehlen. Ob es dabei das Stück Sachertorte für neun Euro sein muss, kann jeder selbst für sich entscheiden. Für uns hieß es nach der Reise definitiv „auf Wiedersehen“, denn wir haben noch lange nicht alles gesehen, was es in dieser tollen Stadt zu sehen gibt.


 

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